Presseinformationen 2016

12.12.16  –  Bintumani Deutschland-Sierra Leone gewinnt Enspire Award 2016

Verein Bintumani Deutschland-Sierra Leone ist Gewinner des mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2016.

Der Verein Bintumani Deutschland-Sierra Leone gewinnt den mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2016. „Das innovative Projekt zur autarken und nachhaltigen Versorgung des Projektdorfes Meni Curve in Sierra Leone mit solarem Strom hat unsere Fachjury überzeugt“, sagt Kuno Werner, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz. Gemeinsam mit Jury-Mitglied Marion Hammerl, Geschäftsführerin der Bodensee-Stiftung, und weiteren Vertretern der Stadtwerke überreichte er den Scheck an Norbert Hoffmann. Dr. Ladipoh, Vorstand des Vereins Bintumani, freut sich sehr über die Verleihung des Enspire Award: „Mit dem Preisgeld können wir den sozialen und ökonomischen Umgang mit Solartechnik in unserem Projektdorf Meni Curve fördern und allen Einwohnern eine neue, nachhaltige Perspektive geben.“

Enspire Energie, die bundesweite Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, ist mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wird nun das Gewinner-Projekt gefördert. In der Jury saßen neben Marion Hammerl Prof. Dr. Maike Sippel, Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG), sowie Diplom-Geographin und Diplom-Tropentechnologin Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. Der Enspire Award wurde 2016 zum dritten Mal vergeben.

Das Gewinnerprojekt: Mit dem Preisgeld wird Meni Curve, einem kleinen Ort im Nordosten des Landes Sierra Leone in Westafrika, die eigenständige Energieversorgung ermöglicht. Das Dorf wird 2016/2017 mit Photovoltaik-Anlagen ausgestattet und verfügt dann über Solarstrom aus erneuerbaren Energien. Die Anlagen der Häuser werden mit einer speziell entwickelten Hard- und Softwarebox ausgestattet. Diese Boxen ermöglichen die Vernetzung der einzelnen PV-Anlagen, so dass ein intelligentes, dezentrales Stromnetz entsteht. Die Installation und Wartung der Systeme wird durch den regionalen Projektpartner Barefoot Solar Women Engineers durchgeführt.
Das innovative Smart Grid ermöglicht den Bewohnern des Dorfes den Handel mit selbst erzeugtem Solarstrom: So können sie Strom, den sie nicht benötigen, an ihre Nachbarn verkaufen. Diese zusätzliche Einnahmequelle hilft den Bewohnern bei der Finanzierung der eigenen Solaranlage. Außerdem ermöglicht das System, dass die Bewohner Strom zukaufen können, falls der Bedarf durch das eigene PV-System nicht gedeckt wird.
Die vorhandene Energie kann durch die Vernetzung der einzelnen Anlagen volkswirtschaftlicher genutzt und die Investitionskosten pro verbrauchter Kilowattstunde können so gesenkt werden. Dies wiederum schafft neue Investitionsmöglichkeiten, etwa für einen solar-betriebenen Trinkwasser-Brunnen oder elektrisch betriebene Kleinstwerkzeuge für die Produktion. Die Kosten für das Projekt können mit den 5.000 Euro Fördergeld des Enspire Awards abgedeckt werden.

Verein Bintumani: Der Verein Bintumani wurde 1998 von deutschen und sierra-leonischen Bürgern gegründet. Die sozialen und wirtschaftlichen Folgen des bis 2002 andauernden Bürgerkriegs für Sierra-Leone sind immens. Von der Gründungszeit des Vereins bis heute hat Bintumani zehn Überseecontainer mit Hilfsgütern an die Partnerorganisationen in Sierra-Leone über-geben. In vielen Vor-Ort-Besuchen unterstützte Bintumani die Partner mit Knowhow und Tatkraft. Beispielsweise wurden Schulungen des medizinischen Personals durchgeführt; deutsche Ärzte operierten im Bereich der Kinderchirurgie. Aktuell liegt der Fokus auf der nachhaltigen Weiterentwicklung Sierra Leones. Dabei spielt die Energietechnik eine wichtige Rolle.

02.11.16  –  Kunden der Stadtwerke Konstanz erhalten 100 Prozent Ökostrom

Am 1. November jeden Jahres werden bekanntermaßen die Stromkennzeichnungen der Stromlieferanten auf die Werte des Vorjahres aktualisiert.

In diesem Jahr konnte die Stadtwerke Konstanz GmbH, Inhaber der Ökostrommarke Enspire Energie, ihren Strommix auf 100 Prozent grünen Strom umstellen. Die Stadtwerke liefern demnach seit dem Jahr 2015 durch alle Tarifstrukturen hinweg nur noch Ökostrom an ihre Privat- und Geschäftskunden. Trotz der Umstellung auf Strom ohne Kernenergie und fossile Energieträger müssen Kunden im Konstanzer Versorgungsgebiet nicht mehr bezahlen. Die Mehrkosten, die für den Bezug von komplett sauberem Strom anfallen, trägt die Stadtwerke Konstanz GmbH als umweltbewusster und zukunftsweisender Versorger selbst.

Durch die Entscheidung der Stadtwerke Konstanz zukünftig tarifunabhängig ausschließlich grünen Strom zu vermarkten, ist nun auch der Inhaber der stadtwerkeeigenen Ökostrommarke Enspire Energie vollständig losgelöst von Kernenergie und fossilen Energieträgern.

Enspire ist mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert und einer der wenigen bundesweit verfügbaren Stromtarife, der von den bedeutendsten Umwelt- und Verbraucherschutzverbänden Deutschlands empfohlen wird. Das Label garantiert den Bezug von 100 Prozent in deutschen Wasserkraftwerken gewonnenem Naturstrom und den Ausbau und die Integration erneuerbarer Energieanlagen mit einem Cent pro verbrauchter Kilowattstunde Strom. Mit Enspire leisten Kunden einen elementaren und aktiven Beitrag zur Energiewende.

Die Stromkennzeichnung der der Stadtwerke Konstanz GmbH finden Sie hier. Der Enspire Strommix sowie die Zertifizierung des Grüner Strom-Labels der Marke Enspire ist im Downloadmenü zu finden.

28.08.16  –  Ausschreibung: Enspire Award mit 5.000 Euro dotiert

Ein Preis für Energieprojekte in Entwicklungs- oder Schwellenländern: 2016 wird zum dritten Mal der Enspire Award vergeben. Der Gewinner erhält Fördermittel in Höhe von 5.000 Euro. Enspire, die bundesweite Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, ist mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wird ein ausgewähltes Energie-Projekt aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit gefördert, das sich mit der Erzeugung erneuerbarer Energien in einem Entwicklungs- oder Schwellenland außerhalb der EU beschäftigt. Dadurch unterstützt Enspire die Energiewende über die europäischen Grenzen hinaus.

Bewerben können sich juristische Personen sowie eingetragene Vereine. Die Investitionskosten in Erneuerbare-Energien-Anlagen betragen dabei mindestens 5.000 Euro. Die Projekte müssen von einem erfahrenen und glaubwürdigen Träger in Zusammenarbeit mit einem seriösen Projektpartner vor Ort durchgeführt werden und dazu dienen, eine Grundversorgung der breiten Bevölkerung mit erneuerbaren Energien voranzubringen. Darüber hinaus sollen die Projekte Pilotcharakter haben, öffentlichkeitswirksam sein und dem Technologietransfer dienen.

Einsendeschluss ist am 30. September 2016. Unter allen Projekten wählt eine Jury anhand der eingereichten Unterlagen den Gewinner des Enspire Awards 2016 aus. Dieser wird gegen Jahresende zur Preisverleihung nach Konstanz eingeladen.

Die Jury - Sie wählen den Gewinner des Enspire Awards 2016 aus:

Prof. Dr. Maike Sippel, Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung, gehört bereits zum zweiten Mal der Jury an. Die Forschungsschwerpunkte der Ingenieurin und promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin sind Energie- und Klimaschutzstrategien sowie nachhaltige Entwicklung. Sie leitet das 2013 gegründete Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz.

Ebenfalls zum zweiten Mal an der Entscheidung über das Gewinner-Projekt beteiligt ist Diplom-Geographin und Diplom-Tropentechnologin Rosa Hemmers. Sie arbeitet bei den Stadtwerken Aachen in der Stabsstelle Energieeffizienz und Innovation und ist Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. sowie Gründungsmitglied des EUROSOLAR e.V., der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien.

Erstmalig in der Jury ist Marion Hammerl. Sie ist Betriebswirtin und Geschäftsführerin der Bodensee-Stiftung in Radolfzell. Darüber hinaus ist sie Vorsitzende der Fundación Global Nature, ehrenamtliche Präsidentin des Global Nature Fund und Mitbegründerin sowie Vorstandsmitglied bei Ecotrans zur Förderung von nachhaltigem Tourismus sowie Ecocamping für Umwelt- und Qualitätsmanagement auf Campingplätzen. Für ihr Engagement erhielt Hammerl verschiedene Auszeichnungen, darunter 2012 den Bundesverdienstorden.

Das Gewinner-Projekt 2015

Mit Solaranlagen die Armut in Kambodscha lindern: Die Stiftung Solarenergie gewann den mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2015. Das Preisgeld investierte die Stiftung in die Gesundheitsversorgung des Dorfs Chros Chbar. Die örtliche Gesundheitsstation ist für die Menschen aus der Region die Grundlage der medizinischen Versorgung. Dank der Versorgung mit solarem Strom wird die Arbeit des medizinischen Personals mithilfe von Licht und Ventilatoren vereinfacht. Durch solarbetriebene Kühlschränke wird die sachgerechte Lagerung von Medikamenten und Impfstoffen verbessert.

Alles zu den Kriterien und Online-Bewerbung unter: www.enspire-energie.de/award

Rückfragen zum Enspire Award beantwortet Steffen Maier, E-Mail:
enspireaward(at)stadtwerke.konstanz.de

21.06.16  –  Enspire Award 2015: Arbeiten an Gesundheitsstation abgeschlossen

Die Modernisierung der Gesundheitsversorgung in Chbar Chros ist ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg, die Lebensbedingungen im ersten kambodschanischen Solardorf der Stiftung Solarenergie dauerhaft zu verbessern. Deshalb plante die Stiftung bereits im Jahr 2015, die Gesundheitsstation des Projektdorfs mit einer Photovoltaikanlage auszustatten, und sicherte sich mit ihrer Projektbewerbung den mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2015.

Im Mai 2016 wurden die Arbeiten an der Gesundheitsstation in Chbar Chros abgeschlossen. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie, überzeugte sich selbst von der Funktionstüchtigkeit der neu installierten Solaranlage und berichtet von der dank nachhaltig erzeugtem Strom nun deutlich verbesserten medizinischen Versorgung.

Mittels fest installierter Lampen in der Gesundheitsstation kann die Behandlung von Patienten auch noch nach Sonnenuntergang erfolgen. Darüber hinaus ermöglichen mobile Solarleuchten dem medizinische Personal nach Einbruch der Dämmerung Einsätze außerhalb der Station.

Um eine sachgerechte Aufbewahrung von Impfstoffen und Medikamenten in der Gesundheitsstation zu gewährleisten, wurden zwei solarbetriebene Kühlschränke installiert. Die Kühlgeräte funktionieren unabhängig voneinander, sodass die Kühlung selbst bei Ausfall eines der Geräte weiterhin sichergestellt ist.

Ferner wurden vor der Gesundheitsstation zwei Straßenleuchten angebracht, um die Sicherheit der Station und der sich nebenan befindenden Dorfschule zu gewährleisten. Solarbetriebene Ventilatoren kühlen die durch die tropische Hitze aufgeheizten Räume und reduzieren dort somit die immense körperliche Belastung von Personal und Patienten.

Mithilfe des Preisgeldes des Enspire Awards konnte die Stiftung Solarenergie die Gesundheitsversorgung in der Region um das kambodschanische Projektdorf Chbar Chros nachhaltig verbessern. Die örtliche Gesundheitsstation ist für die Menschen Grundlage der medizinischen Versorgung.

Die Stiftung Solarenergie wird in Chbar Chros auch zukünftig die Ausrüstung privater Haushalte und öffentlicher Einrichtungen mit Solarenergie vorantreiben sowie die Bevölkerung in der gesamten Umgebung durch die Vermittlung von Wissen unterstützen.

Weitere Informationen über dieses und weitere Projekte der Stiftung Solarenergie unter www.stiftung-solarenergie.de