Presseinformationen 2015

21.12.15  –  Stiftung Solarenergie gewinnt mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award

Mit Solaranlagen die Armut in Kambodscha lindern: Die Stiftung Solarenergie gewinnt den mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2015.

„Das Projekt hat die Jury überzeugt und sich gegen eine harte Konkurrenz durchgesetzt“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Kuno Werner. Gemeinsam mit Jury-Mitglied Prof. Dr. Maike Sippel, Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule HTWG Konstanz, überreichten Vertreter der Stadtwerke den Scheck an Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie. In der Jury waren weiterhin vertreten Rosa Hemmers, Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V., und Dr. Franz Alt, Journalist, Fernsehmoderator und Buchautor. „Ausschlaggebend bei der Entscheidung war, dass das Projekt auf einen dauerhaften Beitrag zur gesellschaftlichen Weiterentwicklung angelegt ist. Hilfe zur Selbsthilfe lautet das Motto“, so Kuno Werner. Der Enspire Award wurde 2015 zum zweiten Mal vergeben. Enspire Energie, die bundesweite Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, ist mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wird nun das Gewinner-Projekt gefördert.

Harald Schützeichel über die Auszeichnung: „Wir freuen uns sehr, dass unser Konzept der Solardörfer die Jury des Enspire Award überzeugen konnte. Kambodscha steht vor enormen Herausforderungen vor allem im Bereich der Energieversorgung. Dabei verfügt es über ein sehr hohes Potenzial an erneuerbaren Energien, insbesondere im Bereich der Solarenergie.“ Das Preisgeld investiert die Stiftung in die Gesundheitsversorgung des Dorfs Chros Chbar. Die örtliche Gesundheitsstation ist für die Menschen aus der Region die Grundlage der medizinischen Versorgung. Eine solche ist zum jetzigen Zeitpunkt nach Einbruch der Dunkelheit mangels Licht kaum gewährleistet, was durch die Versorgung mit solarem Strom geändert werden kann. Darüber hinaus kann mithilfe des Geldes aus dem Enspire Award die Arbeit des medizinischen Personals dank Ventilatoren vereinfacht werden. Auch kann die Gesundheitsversorgung durch solarbetriebene Kühlschränke für eine sachgerechte Lagerung von Medikamenten und Impfstoffen verbessert werden.

Die Gesundheitsstation ist Teil der Ausstattung des kambodschanischen Dorfs Chros Chbar als fünftes Solardorf der Stiftung Solarenergie. Das Konzept der Solardörfer hat zum Ziel, die Armut vor Ort dauerhaft zu lindern: So werden schrittweise private Haushalte und öffentliche Gebäude mit Solaranlagen ausgerüstet. Auch solare Wasserpumpen, Anlagen zur Wasserdesinfektion und Straßenlampen sollen installiert werden. Die Dorfbewohner werden von Beginn an in das Projekt mit einbezogen: So werden lokale Solartechniker ausgebildet, die die Anlagen nach Inbetriebnahme warten und reparieren können. Die Einwohner refinanzieren zudem Teile der hohen Investitionskosten mit einer monatlich entrichteten Pauschale, die von der Stiftung Solarenergie gemeinsam mit einer eigens gegründeten Dorfverwaltung eingesammelt und verwaltet wird.

Stiftung Solarenergie: Seit 2004 engagiert sich die Stiftung Solarenergie durch die Bereitstellung von Solarenergie für die Entwicklung und Armutslinderung in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern, in Äthiopien, Kenia und auf den Philippinen, seit 2015 auch in Kambodscha und Uganda. Die Stiftung Solarenergie möchte eine zuverlässige und dauerhafte Versorgung der Menschen vor Ort mit Solarenergie erreichen. Doch geht es dabei nicht um einmalige Hilfsmaßnahmen; um letztlich eine substantielle und nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung anzustoßen, bedarf es eines dauerhaften Zugangs zu Energie in ländlichen Regionen. Ein Baustein der Arbeit der Stiftung Solarenergie ist der Aufbau von Solardörfern in sehr armen Regionen Afrikas und Asiens. Im Rahmen dieses besonderen Konzepts zur Dorfentwicklung werden ganze Dörfer mit Solarenergie versorgt. Das Dorf Chros Chbar ist das erste Solardorf der Stiftung in Kambodscha. Weitere Informationen unter www.stiftung-solarenergie.de.

11.12.15  –  Enspire unterstützt Biogasprojekt in Kenia

Enspire, die bundesweite Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, unterstützt die gemeinnützige Klimaschutzorganisation atmosfair mit 1.000 Euro beim Bau von Biogas-Anlagen im Nairobi River Basin in Kenia. Das Geld stammt aus der Grüner Strom-Zertifizierung, mit der der Strom von Enspire gekennzeichnet ist.

„Das Biogasprojekt unterstützen wir sehr gerne, es ist ein wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit vor Ort und passt daher bestens zu Enspire“, sagt Kuno Werner, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz. Mit den Biogas-Anlagen werden fossile Brennstoffe, wie Holzkohle oder Brennholz, durch erneuerbare Energien ersetzt. 4,8 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) pro Haushalt und Jahr werden so eingespart. Mit Ausnahme der Gasbrenner können alle Komponenten der Biogas-Anlagen regional bezogen oder produziert werden. Im Projektland Kenia unterstützt die Firma Sustainable Energy Strategies Ltd. (SES) das Projekt durch den Bau der Biogasanlagen und die Projektentwicklung.

Die Kosten für eine Anlage liegen zwischen 600 und 950 Euro. Die atmosfair gGmbH bezuschusst jede Biogasanlage mit 100 Euro. Durch die Kooperation mit den Stadtwerken Konstanz kann dieser Zuschuss für die nächsten zehn Anlagen auf 200 Euro erhöht werden. Den entsprechenden Restbetrag müssen die Anlagenbesitzer, meist in Form einer Ratenzahlung, selbst stemmen.

04.09.15  –  Ausschreibung: Enspire Award 2015 mit 5.000 Euro dotiert

Ein Preis für Energieprojekte in Entwicklungs- oder Schwellenländern: 2015 wird zum zweiten Mal der Enspire Award vergeben. Der Gewinner erhält 5.000 Euro. Enspire, die bundesweite Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, ist mit dem Grüner Strom-Label zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wird ein ausgewähltes Energie-Projekt aus dem Bereich Entwicklungszusammenarbeit gefördert.

Nachhaltigkeit ist die Philosophie, die Enspire antreibt. Daher soll auch mit dem Enspire Award 2015 die Schaffung nachhaltiger Rahmenbedingungen für die Stromversorgung in Entwicklungsländern unterstützt werden. Bewerben können sich juristische Personen sowie eingetragene Vereine mit Projekten, die aus dem Bereich der Entwicklungszusammenarbeit stammen und sich mit der Erzeugung erneuerbarer Energien in Entwicklungs- oder Schwellenländern außerhalb der EU beschäftigen. Die Investitionskosten in Erneuerbare-Energien-Anlagen betragen dabei mindestens 5.000 Euro. Die Projekte müssen von einem erfahrenen und glaubwürdigen Träger in Zusammenarbeit mit einem seriösen Projektpartner vor Ort durchgeführt werden und dazu dienen, eine Grundversorgung der breiten Bevölkerung mit erneuerbaren Energien voranzubringen. Darüber hinaus sollen die Projekte Pilotcharakter haben, öffentlichkeitswirksam sein und dem Technologietransfer dienen.

Einsendeschluss ist am 31. Oktober 2015. Unter allen Projekten wählt eine Jury anhand der eingereichten Unterlagen den Gewinner des Enspire Awards 2015 aus. Dieser wird gegen Jahresende zur Übergabe der Fördermittel nach Konstanz eingeladen.

Die Jury - Sie wählen den Gewinner des Enspire Awards 2015 aus:

Prof. Dr. Maike Sippel, Fakultät Bauingenieurwesen der Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Die Forschungsschwerpunkte der Ingenieurin und promovierten Wirtschaftswissenschaftlerin sind Energie- und Klimaschutzstrategien sowie nachhaltige Entwicklung. Sie leitet das 2013 gegründete Kompetenzzentrum Energiewende Region Konstanz.

Diplom-Geographin und Diplom-Tropentechnologin Rosa Hemmers arbeitet bei den Stadtwerken Aachen in der Stabsstelle Energieeffizienz und Innovation. Sie ist Vorsitzende des Grüner Strom Label e.V. und Gründungsmitglied des EUROSOLAR e.V., der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien. Bei fair Pla.net eG, der internationalen Genossenschaft für Klima, Energie und Entwicklung, besetzt Hemmers den Posten der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden.

Der dritte im Bunde ist Dr. Franz Alt. Der promovierte Philosoph ist als Journalist, Fernsehmoderator und Buchautor bekannt. Er schreibt Gastkommentare und Hintergrundberichte für Zeitungen und Magazine, hält weltweit Vorträge und berät Konzerne und Regierungen in Energiefragen auf der ganzen Welt. 2015 veröffentlichte er gemeinsam mit dem Dalai Lama das Buch „Der Appell des Dalai Lama an die Welt: Ethik ist wichtiger als Religion“, welches aktuelle an der Spitze der Spiegel-Sachbuchliste steht.

Das Gewinner-Projekt 2014

Eine Kleinstwasserkraftanlage zur Stromerzeugung in Kamerun: Mit diesem Projekt hat die Organisation Ingenieure ohne Grenzen e.V. den mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2014 gewonnen. Die Kleinstwasserkraftanlage WILL 250, die in Deutschland entwickelt und erprobt wurde, wird in Kamerun auf ihre Eignung hin geprüft. Mit einer maximalen Leistung von 250 Watt deckt die Anlage den Strombedarf in kleinen Wohneinheiten. Es handelt sich dabei um eine Niederdruckturbine, die zum Betrieb geringe Fallhöhen benötigt. Die WIL 250 wurde hinsichtlich Material und Fertigungstechnologien so entwickelt, dass eine maximale Wertschöpfung im Projektland erfolgen kann.

Alles zu den Kriterien und Online-Bewerbung unter: www.enspire-energie.de/award

Rückfragen zum Enspire Award beantwortet Gordon Appel, E-Mail:
EnspireAward(at)stadtwerke.konstanz.de

09.01.15  –  Ingenieure ohne Grenzen e.V. gewinnen Enspire Award 2014

Eine Kleinstwasserkraftanlage zur Stromerzeugung in Kamerun: Mit diesem Projekt hat die Organisation Ingenieure ohne Grenzen e.V. den mit 5.000 Euro dotierten Enspire Award 2014 gewonnen.

„Das Projekt der Regionalgruppe Regensburg hat die Jury überzeugt und sich gegen eine harte Konkurrenz durchgesetzt“, so die Stadtwerke-Geschäftsführer Kuno Werner und Dr. Norbert Reuter. „Ausschlaggebend bei der Entscheidung waren die sehr gute Vorbereitung des Projekts, die Einbindung der Akteure vor Ort und natürlich der nachhaltige Ansatz, was die Schulung und Umsetzung betrifft.“ Der Enspire Award wurde 2014 zum ersten Mal vergeben. Enspire Energie, die bundesweite Ökostrom-Marke der Stadtwerke Konstanz, ist mit dem Grüner Strom Label Gold zertifiziert. Im Rahmen der Zertifizierung wird nun das Gewinner-Projekt gefördert.

Stefan Herold, ehrenamtlicher Leiter des Projektes, nahm den Preis in Konstanz entgegen: „Wir freuen uns sehr, dass wir die Jury mit unserem Projekt überzeugen konnten.“ Die Kleinstwasserkraftanlage WIL250, die in Deutschland entwickelt und erprobt wurde, wird in Kamerun auf ihre Eignung hin geprüft. Mit einer maximalen Leistung von 250 Watt deckt die Anlage den Strombedarf in kleinen Wohneinheiten. Es handelt sich dabei um eine Niederdruckturbine, die zum Betrieb geringe Fallhöhen benötigt. Die WIL 250 wurde hinsichtlich Material und Fertigungstechnologien so entwickelt, dass eine maximale Wertschöpfung im Projektland erfolgen kann: „Auf diese Weise können lokal verfügbare Materialien verwendet und die Anlagen vor Ort gebaut werden“, erklärt Herold. Das Projekt steht bereits in den Startlöchern: Seit 7. Januar sind zwei Projektmitarbeiter in Kamerun, um dort gemeinsam mit Berufsschülern die ersten Anlagen zu fertigen.

Weitere Informationen zum Enspire Award und dem Preisträger 2014.